Elise Landscheck

Elise Landschek

Journalistin

Hörfunk/Bewegtbild/Online/Print.

el@mobydok.de

Warum sind Menschen bereit, andere Menschen für ihre politische oder religiöse Überzeugung zu töten? Warum reisen manche in den Nahen Osten, um sich zu Djihad-Kämpfern ausbilden zu lassen und warum zünden andere in Deutschland Unterkünfte für Asylbewerber an? Woher kommt all der Hass? Das sind die Hauptfragen, mit denen ich mich in meiner journalistischen Arbeit auseinandersetze.

Es interessiert mich, in welche Richtung Europa sich zukünftig bewegt und wie uns über Generationen hinweg die Vergangenheit – Diktaturen, Unterdrückung, nie gebrochenes Schweigen – bis heute prägt.

Ich arbeite themenbezogen, über mediale Grenzen hinweg. Ich setze Ideen sowohl für den Hörfunk bzw. als Podcast, als auch für Zeitungen und Magazine um und verwandele , wenn es sich anbietet, Themen in einen Kurz- oder Dokumentarfilm. Meine Hauptabnehmer: NDR, SWR, rbb, Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur, die Berliner Zeitung, ZEIT Online und ARTE. Das inhaltliche Fundament hat mein Politikstudium an der FU Berlin gelegt, das How-to habe ich beim trimedialen NDR-Volontariat gelernt. Zehn Jahre lang habe ich als Reporterin für die Politik- und Investigativ-Redaktion des NDR-Info-Reporterpools gearbeitet, für längere Auslandsfeatures habe ich beispielsweise die Ostsee auf der Suche nach versenkten Chemiewaffen umrundet und in den Pariser Banlieues einen Ex-Islamisten besucht.

Neben meiner Recherche zu politischen Themen, bin ich auch ab und zu in der Kultur unterwegs. Die Entwicklung des feministischen Comics in Afrika, brennende Kontrabässe im Jazz oder die Rolle des Zufalls in der bildenden Kunst als miterlebbare Radio-Perfomance – ich greife für meine journalistische Arbeit all das auf, was mich auch selbst interessiert. Genauso funktioniert auch das Konzept meiner monatlichen Jazzsendung beim rbb kulturradio: nicht die Standardthemen lassen mich Feuer fangen. Sondern vor allem die Geschichten, die ich dahinter entdeckt habe.

Außerdem moderiere ich Veranstaltungen für Verlage und politische Institutionen (deutsch, französisch, englisch) und wöchentlich den WasJetzt-Podcast bei ZEIT Online.

Nominierungen und Auszeichnungen

2012 Internationales Medienstipendium der Hugh-Carleton-Greene Stiftung

2015 Nominierung für den Juliane Bartel Medienpreis („Der Bauch als Kultstätte“)

2016 Nominierung Kurt-Magnus-Preis der ARD

2017 Gewinnerin Ideenwettbewerb Advocate Europe der Stiftung Mercator mit „DeRadika“

2017 Nominierung Deutscher Reporterpreis für die Kurzfilmreihe „DeRadika“ (www.deradika.de/stories)

2019 Gewinnerin Alternativer Medienpreis für „www-projekt-praevention.de“

2019 Gewinnerin Short Tiger Award für „Brand“ (Buch)

2020 Gewinnerin Goldener Reiter des Filmfests Dresden für „Brand“ (Buch)

Aktuelles:

 

Print/Online

Wie verändert Macht einen Menschen? Interview. Zeit Online, Februar 2021

„Ich fühle mich bis heute als Ossi.“ Portrait einer Vertragsarbeiterin in der DDR. rbb24, Oktober 2019

Radikale Demokratie in Taiwan. Portrait der Digital-Ministerin Audrey Tang. Berliner Zeitung, Januar 2020

 

Hörfunk

Klima statt Kinder? Feature, Deutschlandfunk Kultur, 19.08.2021

Late Night Jazz: Andrej Hermlin im Portrait, ganze Sendung, rbb kulturradio, 03.10.2021

Late Night Jazz: Der Jazzclub Donau115, ganze Sendung rbb kulturradio, 14.11.2021

Die Stille nach dem Krieg. Feature, Deutschlandfunk Kultur, Juni 2019.

Warenhaus Liebe (Liebe im Zeitalter des Kapitalismus) Hörspiel-Feature, NDR Info 29.12.2019 (wdh.)

 

Podcast

WasJetzt – Podcast von ZEIT Online, wöchentlich

Extremismus – Podcast der BpB (5 Folgen)

Polizei und Rechtsextremismus – Podcast von BpB und Dhpol (10 Folgen)

Terrorismus – Strategie des Schreckens  – Podcast der BpB (2 Folgen) (ab Ende 2021)

 

TV/Film

Die DDR und die 68er. ARTE, 2018

DeRadika. Kurzfilmreihe über Extremismus, 2018, nominiert für den Reporterpreis 2018

„Deutschland, wir müssen reden.“ Dokumentarfilm (Langformat) und interaktive Webdoku zum Thema Radikalisierung und Prävention, ausgezeichnet mit dem Alternativen Medienpreis 2019

„Brand“, Animationsfilm zum Thema Opfer rechter Gewalt, 2019

„Wendepunkte“ und „Hoffnung: Wende?“. Zwei Serien, insg. ca 30 Minuten. ARD-Mittagsmagazin und ARD Tagesthemen, Oktober und November 2019