Elise Landscheck

Elise Landschek

Journalistin

Hörfunk/Bewegtbild/Online/Print.

el@mobydok.de

Warum sind Menschen bereit, andere Menschen für ihre politische oder religiöse Überzeugung zu töten? Warum reisen manche in den Nahen Osten, um sich zu Djihad-Kämpfern ausbilden zu lassen und warum zünden andere in Deutschland Unterkünfte für Asylbewerber an? Woher kommt all der Hass? Das sind die Hauptfragen, mit denen ich mich in meiner journalistischen Arbeit auseinandersetze.

Es interessiert mich, in welche Richtung Europa sich zukünftig bewegt und wie uns über Generationen hinweg die Vergangenheit – Diktaturen, Unterdrückung, nie gebrochenes Schweigen – bis heute prägt.

Ich arbeite themenbezogen, über mediale Grenzen hinweg. Ich setze Ideen sowohl für den Hörfunk, als auch für Zeitungen und Magazine um und verwandele bildstarke Themen in einen Kurz- oder Dokumentarfilm. Meine Hauptabnehmer: NDR, SWR, rbb, Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur, die Berliner Zeitung und ARTE. Das inhaltliche Fundament hat mein Politikstudium an der FU Berlin gelegt, das Handwerkszeug habe ich beim NDR-Volontariat gelernt. Seit 2010 berichte ich als Reporterin für die investigative Redaktion des NDR-Info-Reporterpools, für längere Formate habe ich beispielsweise die Ostsee auf der Suche nach versenkten Chemiewaffen umrundet und in den Pariser Banlieues einen Ex-Islamisten und heutigen Boxtrainer besucht.

Neben diesen „ernsten“ Themen vertiefe ich mich aber auch immer wieder gern in Kunst- und Kultur. Die Entwicklung des feministischen Comics, die Rolle des Zufalls in der bildenden Kunst oder die Debatte um einen Mindestlohn für Jazzmusiker, mich interessieren vor allem die „Randthemen“, also Aspekte abseits des feuilletonistischen Mainstreams.

Für verschiedene Buchverlage und Bildungseinrichtungen bin ich als Moderatorin (deutsch, französisch, englisch) tätig.

Nominierungen und Auszeichnungen

2012 Internationales Medienstipendium der Hugh-Carleton-Greene Stiftung

2015 Nominierung für den Juliane Bartel Medienpreis („Der Bauch als Kultstätte“)

2016 Nominierung Kurt-Magnus-Preis der ARD

2017 Gewinner Ideenwettbewerb Advocate Europe der Stiftung Mercator mit „DeRadika“

2017 Nominierung Deutscher Reporterpreis für die Kurzfilmreihe „DeRadika“ (www.deradika.de/stories)

2019 Gewinner Alternativer Medienpreis für „www-projekt-praevention.de“

 

Aktuelles:

Print/Online

Picknick über dem Gräberfeld. Die Normandie 75 Jahre nach der Landung der Alliierten. Berliner Zeitung, Juni 2019.

Das Blutbad nebenan. Zeitzeugen-Interview in der Normandie. Spiegel Online, Juni 2019

„Ich fühle mich bis heute als Ossi.“ Portrait einer Vertragsarbeiterin in der DDR. rbb24, Oktober 2019

Hörfunk

Neue Medien, alte Klischees. Das Frauenbild bei Social Media. NDR Info, März 2019.

75 Jahre D-Day: Die Stille nach dem Krieg. Deutschlandfunk Kultur, Juni 2019.

Warenhaus Liebe (Liebe im Zeitalter des Kapitalismus) Feature NDR Info 29.12.2019 (wdh.)

TV/Film

Die DDR und die 68er. ARTE, 2018

DeRadika. Kurzfilmreihe über Extremismus, 2018, nominiert für den Reporterpreis 2018

„Deutschland, wir müssen reden.“ Dokumentarfilm (Langformat) und interaktive Webdoku zum Thema Radikalisierung und Prävention, ausgezeichnet mit dem Alternativen Medienpreis 2019

„Brand“, Animationsfilm zum Thema Opfer rechter Gewalt, 2019, Buch und Regie

„Wendepunkte“ und „Hoffnung: Wende?“. Zwei Serien, insg. ca 30 Minuten. ARD-Mittagsmagazin und ARD Tagesthemen, Oktober und November 2019